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Frau Dr. Uta Bretschneider wird Programmdirektorin des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation

"Kluger Kopf für die Spitze des Zukunftszentrums"

Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland

Das Bundeskabinett hat heute die Besetzung der Programmdirektion des Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle (Saale) zur Kenntnis genommen. Ab dem 01.05.2026 wird Frau Dr. Uta Bretschneider ihre Tätigkeit als Programmdirektorin und Sprecherin der Geschäftsführung bei der bundeseigenen Gesellschaft aufnehmen.

Dazu erklärt Frau Staatsministerin Elisabeth Kaiser, Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland:
"Das Zukunftszentrum soll ein lebendiger, offener Ort mit nationaler und europäischer Strahlkraft werden. Damit legen wir nun richtig los! Heute wurde das Bundeskabinett über die neue Programmdirektorin Frau Dr. Uta Bretschneider informiert. Damit gewinnen wir einen weiteren klugen Kopf für das Zukunftszentrum. Frau Dr. Bretschneider steht für innovative Ansätze und Ideen und eröffnet uns einen neuen Blick auf das Thema Transformation. Sie überzeugt durch ihre fachliche Kompetenz, ihr konzeptionelle Tiefe und ihre mitreißende Herangehensweise an die Themen des Zukunftszentrums."

Frau Dr. Uta Bretschneider betont:

"Das Zukunftszentrum ist ein Ort des europäischen Zusammenwachsens sowie der Stärkung von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Ich freue mich, das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation gemeinsam mit dem Team aufzubauen. Ich blicke dieser Herausforderung mit großer Vorfreude entgegen. Es wird der Ort sein, an dem individuelle Sichtweisen und Forschungsergebnisse zusammenkommen, ein Debattenort, an dem Themen gesetzt und besetzt werden."

Kurzvita Frau Dr. Uta Bretschneider

Geboren wurde Uta Bretschneider am 14. Februar 1985 in Burgstädt. Die Kulturwissenschaftlerin ist aktuell Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig. Zuvor war sie Direktorin des Hennebergischen Museums Kloster Veßra. Sie studierte Volkskunde/Kulturgeschichte und Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Für ihre Promotion an derselben Universität mit dem Thema „Vom Ich zum Wir? Flüchtlinge und Vertriebene als Neubauern in der LPG“ erhielt sie den Georg R. Schroubek-Dissertationspreis des Instituts für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und den Examenspreis der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Informationen zum Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation:

Das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle (Saale) ist ein bundesweit und europäisch einmaliges Vorhaben. Die Einrichtung des Zukunftszentrums basiert auf einer Empfehlung der Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" aus dem Jahr 2020.

Es ist ein zentrales Projekt der Bundesregierung in Ostdeutschland. Die Errichtung des Zentrums ist Gegenstand des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD für die 21. Legislaturperiode. In seinem am 10. Oktober 2025 beschlossenen Antrag „35 Jahre Deutsche Einheit – Freiheit in Deutschland und Europa festigen" fordert der Bundestag die Bundesregierung auf, das Erinnern und die Auseinandersetzung mit dem
Einigungsprozess ab 1990 im neuen Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation am Standort Halle (Saale) zu unterstützen (Drucksache 21/2026).

Deutschland schafft mit dem Zukunftszentrum einen Ort der Forschung, der Kultur, des Dialogs und der Begegnung. Mit dem Zentrum stellt die Bundesregierung die Transformationserfahrungen in Ostdeutschland und Osteuropa in den Mittelpunkt. Diese Erfahrungen werden so auch für die anstehenden Reformdebatten nutzbar gemacht - im gesamtdeutschen und im europäischen Interesse. Der Erfahrungsschatz aus der Zeit des deutsch-deutschen Zusammenwachsens wird im gesamtgesellschaftlichen Dialog über Chancen, Herausforderungen und neue Wege in einer sich rasant ändernden Welt neue Perspektiven aufzeigen.

Das Zukunftszentrum wird getragen vom Bund, und gleichzeitig in enger Zusammenarbeit mit der Landesregierung Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale) umgesetzt. Es ist im Jahr 2024 als gemeinnützige GmbH des Bundes in Halle (Saale) gegründet worden. Aktuell arbeitet dort bereits ein Aufbauteam von rd. 15 Personen. Seit dem 01.10.2025 ist Herr Holger Lemme als kaufmännischer Geschäftsführer mit großem
Einsatz in der Leitung der Gesellschaft tätig.

Der Bund wird für das Zukunftszentrum einen eigenen Neubau in Halle (Saale) errichten. Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs ging Ende April 2025 die Planergemeinschaft RICHTER MUSIKOWSKI Architekten mit ST raum a. Landschaftsarchitekten aus Berlin als Sieger hervor. Aktuell sind die Mittel für die Beauftragung der weiteren Planungen freigegeben worden. Der Baubeginn ist derzeit für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Baufertigstellung ist aktuell für das Jahr 2032 geplant. Das Bundesbauministerium geht derzeit von Baukosten in Höhe von 277 Mio. € aus.